7004. Sommerhaus, 1933

7004. Sommerhaus “I vinden”, 1933

Preis: 38,00 €

Bausatz aus Resin und Messing.

Inhalt:
– Grundplatte
– vier Wände
– Dach
– Schornstein
– zwei Türen
– Ätzplatine mit Fenstern und Schild
– durchsichtige Plastikfolie für die Fensterscheiben
– gedruckte Fensterhintergründe

Maße: Ca. 10 x 7,5 x 6,5 cm.

Geschichte:

Die Geschichte der Ferienhäuser in Dänemark begann bereits im 19. Jahrhundert, als die englische Tradition, im Meer zu baden, schließlich auch Dänemark erreichte. Während es zunächst vor allem Künstler und die Bourgeoisie waren, die die besonderen Lichtverhältnisse in Skagen und Hornbæk für sich entdeckten, begann sich erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sommerhaustradition ernsthaft in ganz Dänemark auszubreiten. Es waren vor allem zwei Faktoren, die dafür sorgten, dass die Sommerhauskultur sich so sprunghaft entwickelte: Der Kampf der Arbeiterbewegung für bessere Arbeitsbedingungen, der um die Mitte der 1920er dazu führte, dass jeder normale Arbeiter ein Anrecht auf zwei Wochen bezahlten Urlaub im Jahr erhielt, samt die wachsende Mobilität innerhalb der gesamten Gesellschaft durch die Einführung und Ausbreitung moderner Verkehrsmittel – vor allem der Eisenbahn. Nun war es möglich, an die meisten Orte mit dem Zug hinzugelangen, und wo es keine Bahnstation gab, konnte man mit dem Bus hinfahren.

So war es auch in Vedersø klit. Während hier 1919 nur ein einzelnes Sommerhaus in den Dünen registriert war, kam Bewegung in den Sommerhausbau, nachdem 1927 ein Badehotel gebaut wurde. In den 1930ern begann der lokale Kaufmann Niels Skytte zusammen mit dem Hotelbesitzer Christian Larsen, reetgedeckte Sommerhäuser zu bauen, die zum einen für die Unterbringung von Feriengästen, aber auch für die Einquartierung von gestrandeten Seeleuten dienen sollten, bis deren Heimtransport organisiert werden konnte. Schon damals erarbeitete die Kommune einen Lokalplan mit einigen strengen Bauauflagen, die unter anderem vorschrieben, dass die Häuser aus Stein gemauert und reetgedeckt sein mussten. Zudem musste ein Minimalabstand von 20 Metern zwischen den einzelnen Häusern eingehalten werden und kein Haus durfte höher sein als sechs Meter über der Erde. Diese Regeln gelten noch heute und das ist wohl der Grund, dass Vedersø Klit nach wie vor eines der schönsten Sommerhausgebiete in ganz Dänemark ist.

Eines der traditionellen Häuser des alten Vedersø Klit ist ”I Vinden” von 1933, das auf einer kleinen Anhöhe, geschützt von der äußersten Dünenkette hin zur Nordsee hin, liegt. Das Haus ist mit Wohnzimmer, Küche, zwei Schlafräumen und Badezimmer eingerichtet und ein typischer Vertreter für die alten Häuser aus der ersten Generation. Obwohl das Haus im Jahr 2005 einer gründlichen Restaurierung unterzogen wurde, behielt es seine ursprüngliche Form weitestgehend bei. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten kam es jedoch zu einem heftigen Januarsturm, der das gesamte Reetdach des Hauses anhob und es mehrere Meter zur Seite wehte. Heute präsentiert sich das idyllische Haus im besten Zustand und ist als ”bewahrenswertes Eigentum” registriert.

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