7003. Sommerhaus, 1932

7003. Sommerhaus “Tophuset”, 1932

Preis: 38,00 €

Bausatz aus Resin und Messing.

Inhalt:
– Grundplatte
– vier Wände
– Dach
– Schornstein
– Ätzplatine mit Tür, Fenstern und Schild
– durchsichtige Fensterfolie für Verglasung von Fenstern und Tür
– gedruckte Fensterhintergründe

Maße: Ca. 11 x 7 x 6 cm.

Geschichte:

Die Geschichte der Ferienhäuser in Dänemark begann bereits im 19. Jahrhundert, als die englische Tradition, im Meer zu baden, schließlich auch Dänemark erreichte. Während es zunächst vor allem Künstler und die Bourgeoisie waren, die die besonderen Lichtverhältnisse in Skagen und Hornbæk für sich entdeckten, begann sich erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sommerhaustradition ernsthaft in ganz Dänemark auszubreiten. Es waren vor allem zwei Faktoren, die dafür sorgten, dass die Sommerhauskultur sich so sprunghaft entwickelte: Der Kampf der Arbeiterbewegung für bessere Arbeitsbedingungen, der um die Mitte der 1920er dazu führte, dass jeder normale Arbeiter ein Anrecht auf zwei Wochen bezahlten Urlaub im Jahr erhielt, samt die wachsende Mobilität innerhalb der gesamten Gesellschaft durch die Einführung und Ausbreitung moderner Verkehrsmittel – vor allem der Eisenbahn. Nun war es möglich, an die meisten Orte mit dem Zug hinzugelangen, und wo es keine Bahnstation gab, konnte man mit dem Bus hinfahren.

So war es auch in Vedersø klit. Während hier 1919 nur ein einzelnes Sommerhaus in den Dünen registriert war, kam Bewegung in den Sommerhausbau, nachdem 1927 ein Badehotel gebaut wurde. In den 1930ern begann der lokale Kaufmann Niels Skytte zusammen mit dem Hotelbesitzer Christian Larsen, reetgedeckte Sommerhäuser zu bauen, die zum einen für die Unterbringung von Feriengästen, aber auch für die Einquartierung von gestrandeten Seeleuten dienen sollten, bis deren Heimtransport organisiert werden konnte. Schon damals erarbeitete die Kommune einen Lokalplan mit einigen strengen Bauauflagen, die unter anderem vorschrieben, dass die Häuser aus Stein gemauert und reetgedeckt sein mussten. Zudem musste ein Minimalabstand von 20 Metern zwischen den einzelnen Häusern eingehalten werden und kein Haus durfte höher sein als sechs Meter über der Erde. Diese Regeln gelten noch heute und das ist wohl der Grund, dass Vedersø Klit nach wie vor eines der schönsten Sommerhausgebiete in ganz Dänemark ist.

Unter den traditionellen Häusern befindet sich auch das Tophuset von 1932. Das ikonische Haus steht ganz nah am Parkplatz und am Strandaufgang auf einer kleinen Erhöhung, geschützt von der äußersten Dünenkette hin zur Nordsee, und ist ein typischer Vertreter für die kleinen, niedrig gebauten Häuser der ersten Generation. Das Haus war ursprünglich kürzer als heute mit einem angebauten Nebengebäude am Nordgiebel, wurde jedoch Ende der 1980er verlängert, wodurch das Schlafzimmer größer wurde und das Haus ein modernes Badezimmer erhielt, das über die offene Küche zugänglich ist. Heute ist das Haus als Sommerhaus für zwei Personen eingerichtet und wird ganzjährig an Urlaubsgäste vermietet. Das Haus ist als ”bewahrenswertes Eigentum” klassifiziert.

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